25. February 2009
filet-o-fish
manchmal triffst du einen menschen, von dem du weißt, das isser. den werde ich ein leben lang kennen. das weißt du nicht direkt sofort, es dauert eine ganze weile, bis du beginnst, das zu verstehen. und sobald du es weißt, beginnt etwas in dir zu beben, was stärker ist als das simple gefühl von verbundenheit. du merkst, dass du in dieser person jemanden gefunden hast, der dir eine ganze weile eine treue seele bleiben wird. nicht so etwas, was nach zwei, drei jahren freundschaftlicher bekanntschaft wieder zerbricht.
es gehört nicht viel dazu, so etwas festzustellen; meist sind es kleinere, kürzere und scheinbar unbedeutendere momente, die uns zu solch einer erkenntnis führen. dabei ist die größte überraschung eigentlich der moment, in dem dir zum ersten mal durch den kopf fliegt » was wäre ich ohne… « - bis das mal kommt, können wochen vergehen. monate, ja sogar jahre; wir können selbst bei menschen, die wir meinen seit mehreren jahren in- und auswendig zu kennen solche situationen miterleben.
und dann ist es schön. dann wird das eigene sinnesbewusstsein durchströmt von der gewissheit eines unreissbaren netzes, das sich unter deinem seil, auf dem du durchs leben tanzt, aufspannt und immerwährend dort besteht. je mehr netze es gibt, desto sicherer ist der halt und desto höher die überlebenschance, sollte mal ein netz ausfallen. denn sowas kommt vor, schließlich sind selbst die treusten aller treuen seelen auch nur von menschen getragen. die besonderheit einer netz-seiltänzer-beziehung ist, dass die symbiose auch anders funktioniert. sprich jedes netz wird zum seiltänzer und jeder seiltänzer zu deren netze.
das klingt jetzt verwirrender als es ist. falls ihr’s nicht verstanden habt, lest die oberen drei abschnitte nochmal. und nochmal. und nochmal. und freut euch über eure netze.


